Die bestehende Website war über Jahre gewachsen. Viele Plugins, wenig Struktur, Inhalte ohne klare Ordnung. Der Auftrag: eine neue Website, die den Berliner Verein und seine Produktionen repräsentiert. Eine Internetseite, die einlädt. Die begeistert. Und die sowohl Zuschauer als auch potenzielle neue Mitglieder anspricht.
Theater ist nicht immer dasselbe
Theater kann spannend sein und ruhig. Wild und zurückhaltend. Lustig und zutiefst traurig. Es war mir wichtig, eine Website zu gestalten, die genau das nicht vergisst. Die harmonisch wirkt, aber nie den Eindruck erweckt, sich festlegen zu müssen.
Daraus entstand die zentrale gestalterische Entscheidung: kein generischer Auftritt, der Theater auf einen einzigen Stil reduziert. Stattdessen eine visuelle Sprache, die Raum lässt. Die atmet.
Der Hero-Bereich macht das deutlich: Ein Ensemble in Bewegung, eine Feuer-Textur im Hintergrund. Kein Produktfoto, keine ruhige Bühnenszene. Der Gedanke dahinter: Theater ist kein Erlebnis, das man passiv konsumiert. Es ist ein Feuer, das in Menschen brennt. Auf der Bühne und dahinter. Der Hero sollte genau das spürbar machen, auf den ersten Blick.
Die Farbwelt folgt dieser Logik. Ein warmes Beige trägt Inhalte, ohne zu dominieren. Dunkle Sektionen geben dem Auftritt Tiefe und Dramatik, ohne zu erdrücken. Rote Akzente symbolisieren Energie. Das Ergebnis ist eine Seite, die ruhig genug ist, um zu lesen, und lebendig genug, um zu fühlen.
Struktur statt Chaos
Aus einer unübersichtlichen Seite wurden mehrere klar gegliederte Bereiche. Besonderes Augenmerk wurde auf die Startseite und die Stück-Seiten gelegt.
Die Startseite gibt einen schnellen Überblick über den Verein, aktuelle Produktionen und Möglichkeiten, sich zu engagieren. Die Stück-Übersicht führt zu individuellen Detailseiten, jede mit Plakat, Inhaltstext, Aufführungsterminen und Teambesetzung. Das System ist so aufgebaut, dass es mit dem Verein wächst: neue Produktionen lassen sich einfach ergänzen, ohne die Struktur anzufassen.
Was ich mitgenommen habe
Dieses Projekt hat mir gezeigt, dass der kreative Startpunkt manchmal nicht im Briefing liegt. Die entscheidende Frage war nicht „Wie soll die Website aussehen?“, sondern „Was ist Theater für diese Menschen?“ Ich hoffe, eine Antwort auf diese Frage gefunden zu haben.
Die Herausforderung war, eine Energie ins Digitale zu übersetzen, ohne sie zu glätten. Theater lebt von Reibung, von Spannung, von Momenten, die nicht plan sind. Eine gute Website für ein Theater darf das zeigen.